Transfer Flughafen Antalya – Xanthos
Xanthos war die Hauptstadt Lykiens, und es liegt dort, wo eine Hauptstadt liegen sollte: auf einem Hügel über dem Fluss Eşen, am Rand des heutigen Dorfes Kınık. Das Theater steht am unteren Hang, daneben erheben sich zwei Pfeilergräber auf hohen, behauenen Schäften, eines davon als Harpyienmonument bekannt. Weiter oben liegt die Akropolis. Berühmt ist der Ort aber vor allem für seine Inschriften: in Stein geschlagene Texte auf Lykisch und Griechisch, an den Gräbern, an Blöcken, an einem Pfeiler. Ein großer Teil der besten Reliefs ging im neunzehnten Jahrhundert nach London; was heute an den Gräbern sitzt, ist stellenweise Abguss und nicht Original.
Vom Flughafen Antalya sind es 225 km und etwa 180 Minuten, also rund drei Stunden je Richtung. Bemerkenswert ist, wie wenig die letzte halbe Stunde mit dem Rest zu tun hat. Bis Kalkan gehört die Straße den Felsen und dem Meer; dann biegt sie landeinwärts, fällt ab, und das Land öffnet sich zur flachen Eşen-Ebene: Gewächshaus an Gewächshaus, Folientunnel in Reihen, Traktoren am Bankett und mittendrin der Fluss. Die Abzweigung nach Kınık geht von dieser Ebene ab, und der Hügel mit den Ruinen taucht am Dorfrand auf.
Xanthos: Tipps für den Besuch
Der Weg hinein steigt von der ersten Minute an, über grobes Geläuf und Stufen, deren Kanten rund gelaufen sind: kurz, aber nicht bequem. Zuerst kommen das Theater und die beiden Pfeilergräber, und für die meisten Besucher sind genau sie der Grund für die ganze Fahrt — man steht nah genug, um die Schrift zu lesen und zu erkennen, wo Originalstein durch einen Abguss ersetzt wurde. Aus der Nähe ist der Stein gehauen und nicht poliert: hart, kantig, scharf an den Kanten. Sie sind das Festeste, was diese Hauptstadt hinterlassen hat. Die Welterbe-Eintragung fasst Xanthos und Letoon als eine Sache zusammen, und deutlicher lässt sich kaum sagen, wie man sie ansieht.
Zur Akropolis geht es noch einmal hinauf, und ein guter Teil der Besucher blickt nach oben, befindet, genug gesehen zu haben, und bleibt unten. Wer steigt, bekommt die Aussicht, die den Ort erklärt: die ganze Eşen-Ebene darunter, grün, flach und bis auf den letzten Meter bearbeitet, irgendwo darin der Fluss. Von dort oben liegen die Dorfdächer fast unter den Mauern. Schatten gibt es so gut wie keinen, und der Hügel hält die Nachmittagshitze noch lange, wenn die Küste längst abgekühlt ist; früher Morgen oder die letzten zwei Lichtstunden lohnen daher die Planung. Was haftenbleibt, ist, wie viel von einer großen Stadt schlicht fehlt.
Eine Stunde vor Ort ist normal, neunzig Minuten, wenn Sie alles ersteigen und zum Lesen stehen bleiben. Gegen drei Stunden Fahrt je Richtung ergibt das keinen Tagesausflug — und deshalb bucht niemand Xanthos allein. Letoon liegt wenige Minuten entfernt und gehört zur selben Eintragung, und auf derselben Straße ließe sich noch mehr anhängen. Was funktioniert, ist ein Wagen, der wartet: Der Fahrer bleibt, während Sie den Hügel ablaufen, und bringt Sie danach weiter, statt dass Sie an einer Landstraße ohne nennenswerten Verkehr stehen. Was Sie buchen, ist also keine Ruine, sondern ein Tag. Die Wartezeit vereinbaren Sie bei der Buchung.
- Feste Sohlen: Der Weg nach oben besteht aus losem Stein und ausgetretenen Stufen, nicht aus angelegtem Pflaster.
- Es gibt keinen Schatten zum Ausweichen, also früh oder spät kommen und mehr Wasser mitnehmen, als ein so kurzer Anstieg vermuten lässt.
- Die Akropolis ist freiwillig; Theater und Pfeilergräber sind das Ziel der meisten, und wer oben verzichtet, verliert die Aussicht und sonst wenig.
- Neunzig Minuten reichen bequem — setzen Sie die Wartezeit darauf an und legen Sie den Rest des Tages auf das zweite Gelände.



