Transfer Flughafen Antalya – Simena Kaleköy
Simena, das hier jeder Kaleköy nennt, ist ein Dorf an der Küste von Kekova, das in Stufen den Hang unterhalb einer kleinen Burg hinaufsteigt. Am Wasser stehen lykische Sarkophage im Flachen, schräg geneigt und halb versunken, und jenseits des Kanals vor den Häusern liegt die lange Insel, an deren Ufer sich die versunkene Stadt Kekova hinzieht. Nach Simena wurde nie eine Straße gebaut. Im Dorf gibt es kein einziges Fahrzeug, alles kommt mit dem Boot, und Gassen, Gärten und steinerne Terrassen stapeln sich zwischen dem Anleger unten und der Burgmauer oben.
Die Seite rechnet mit 175 km ab dem Flughafen Antalya und etwa 140 Minuten, nur fährt der Wagen die Strecke nicht zu Ende. Hinter Demre löst sich die D400 vom Meer und zieht in karges Kalksteinland hinein, kahle Rücken und niedriges Gestrüpp; bei Çevreli zweigt nach Süden eine schmale Nebenstraße ab, die sich zur Küste hinunterarbeitet. Sie ist stellenweise einspurig, am Ende steil, und sie endet am Anleger von Üçağız, wo der Asphalt einfach aufhört. Das letzte Stück führt über das Wasser, mit einem Boot, das vor Ort und getrennt vom Transfer organisiert wird.
Simena Kaleköy: Tipps für den Besuch
Alles an einem Tag hier richtet sich nach dem Boot. Die Straße braucht rund zwei Stunden und zwanzig Minuten pro Richtung, dazu kommen die Wartezeit am Anleger, die Überfahrt, die Stunden im Dorf und die Rückfahrt über das Wasser. Realistisch ist das mindestens ein halber Tag vor Ort und meistens der ganze; Simena ist also ein Tagesausflug und kein Nachmittagsprogramm. Entscheiden Sie vorher, ob der Fahrer in Üçağız wartet oder Sie absetzt und zu einer festen Uhrzeit zurückkommt, und legen Sie das bei der Buchung fest: Ein Auto lässt sich nicht ins Dorf hinunterrufen.
Die Überfahrt erweist sich als das Schönste an dem Besuch. Die Sarkophage im flachen Wasser tauchen vom Boot aus auf, bevor Sie anlegen, und die versunkene Stadt am gegenüberliegenden Ufer sieht man vom Wasser aus, statt sie zu begehen. An Land besteht das Dorf aus Treppengassen und sonst nichts — kein einziges Fahrzeug, und jede Kiste und jeder Koffer wird vom Anleger hinaufgetragen. Von den unteren Häusern steigt eine unregelmäßige Steintreppe stetig zur Burg hinauf, und innerhalb ihrer Mauern ist ein kleines Theater in den Fels geschlagen. Die Deckel einiger Sarkophage sind aufgebrochen, andere zur Seite gekippt.
Dieser Aufstieg ist die Anstrengung des Tages und liegt fast durchgehend in der Sonne; Schatten gibt es unten im Dorf, von den Häusern und den Bäumen dazwischen, nicht auf dem Weg nach oben. Hinaufgegangen wird wegen des Blicks von der Mauer über den Kanal, und deshalb bereut niemand die Stufen. Wieder unten gehört für viele Besucher das Schwimmen von den Felsen zum Tag dazu. Sobald die Rückfahrt verabredet ist, gibt es nichts mehr zu hetzen, und der Ort belohnt Sitzenbleiben weit mehr als einen zügigen Rundgang. Wasser gehört auf dem Weg nach oben zur Grundausstattung.
- Die halb versunkenen Sarkophage wirken vom Wasser aus am stärksten, achten Sie also schon bei der Anfahrt darauf.
- Die Stufen zur Burg sind unregelmäßig und ohne Schatten; Wasser gehört mit nach oben.
- Im Dorf rollt nichts: Ein Rollkoffer oder ein Kinderwagen kommt über den Anleger nicht hinaus.
- Legen Sie die Uhrzeit der Rückfahrt fest, bevor Sie losziehen, denn Ihr Fahrer wartet am anderen Ufer.



